Netzkriminalität – eine wachsende Gefahr

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Viele Eltern haben heute kein Problem mehr damit, ihre Kinder das weltweite Netz nutzen zu lassen. Dass damit bereits der Grundstein für die kriminelle Laufbahn gelegt wird, entzieht sich jedoch der allgemeinen Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Ein gutes Beispiel ist die Zwitscher-Attacke (englisch: Twitter) eines 17jährigen Buben aus Amerika. Es begann wohl mit der harmlosen Frage nach einem Nintendo-Netzwerk-Konto um mit den Freunden „Mario Kart“ spielen zu können – und endete im Gefängnis.

Die kriminelle Zwitscher-Nachricht eines kleinen Jungen mit Netz-Anschluss auf dem Konto des ehemaligen US-Präsidenten.

Nicht nur dieses völlig aus dem Alltag gegriffene Beispiel widerwärtigster Netzkriminalität führt uns die Notwendigkeit einer Abschaltung des Internetz vor Auge. Es lohnt sich, das betroffene Netzwerk „Zwitscher“ genauer zu beleuchten. Dabei handelt es sich um einen sogenannten „Kurznachrichtendienst“ – das bedeutet, dass lange Nachrichten und Texte von dieser Heimseite nicht zugelassen werden. Damit erklärt sich auch der Erfolg von Zwitscher, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten digitaler Medien hat in den letzten Jahrzehnten massiv abgebaut. (Ob dieser Befund mit hirnorganischen Veränderungen korreliert ist bereits seit Längerem Gegenstand intensiver Recherchen des medizinischen Dienstes der Netzwacht.)

Zwitschers Erfolg beruht auf der Verbreitung von Nachrichten, die nur wenige Wörter umfassen dürfen. Netznutzer finden das angenehm, da sich diese ohnehin nicht lange konzentrieren können.

Gleichzeitig muss man den Kurznachrichtendienst differenziert betrachten, um ein klares Bild von der Netzwelt zu gewinnen. Zwitscher ist eines der ersten amerikanischen Netzunternehmen, das sich auch aktiv für Zensur in der Netzwelt einsetzt. So begannen die Netzmeister des Netzwerks jüngst, gefährliche Inhalte mit einem „Unglaubwürdig“-Etikett zu versehen. Dies ist freilich nicht genug und kann höchstens ein erster und kleiner Schritt in die richtige Richtung sein. Zudem steckt das System noch in den Kinderschuhen und funktioniert noch nicht ganz fehlerfrei. So wurden nämlich bereits Beiträge von Donald Trump mit der Kennzeichnung „manipuliert“ versehen.

„Manipulated media“ – der gewagte Schritt für mehr Zensur auf Zwitscher weist in seiner Geburtsstunde noch Fehler auf und trifft die Falschen

Netzwacht warnt weiterhin vor der privaten Nutzung des Internetz, besonders für Kinder und Jugendliche, die besonders empfänglich für kriminelle Verführungen, Falschinformation und Zensurmangel sind. Löschen Sie Ihre Internetzverbindung von Ihren digitalen Geräten und schützen Sie damit sich und Ihre Umwelt.

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